Liebe Mitglieder, liebe Freunde des CKV Annaberg!                            

                   

Langsam werden die Nächte wieder kühler und die Tage kürzer. Der Herbst kommt. Erlebnisse aus dem Sommer klingen nach. Von guten Begegnungen, lauen Sommernächten, Schwüle, Gewittern, Urlaubsreisen, Rüstzeiten, Unternehmungen...

Die Zeit vergeht schnell. Oft einfach zu schnell. Wie gut tut es da zu wissen, dass Gott zu aller Zeit an unserer Seite ist. Gerade auch wenn jetzt wieder der Alltag einkehrt mit all seinen zu bewältigenden Arbeiten und Aufgaben. Schule, Arbeit, Ausbildung, Haus/Wohnung und Familie...
Fortlaufend geht es voran. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Sommer und Winter, Frost und Hitze, Tag und Nacht, sagt Gott. Der Kreislauf geht weiter. Sowohl in der Natur als auch bei uns Menschen. Ja, es kommt wieder die kalte, dunkle Zeit. Aber danach wird es auch wieder einen Frühling geben! Ja, wir haben mit Rückschlägen und Problemen zu kämpfen, aber Gott hilft uns auch wieder heraus!
 
Draußen wird die Ernte eingefahren. Doch wie sieht es in uns aus? Sehen wir mutig nach vorne oder sind wir in einem "Sommerloch" gelandet, haben einen Durchhänger, machen uns Sorgen?
Jesus sagt: "Seht euch die Vögel an: sie säen nicht, sie ernten nicht und euer himmlischer Vater ernährt sie doch." Wir machen uns alle möglichen Gedanken und zerbrechen uns den Kopf. Die tierischen Flugkünstler stattdessen pfeifen fröhlich ihr Liedchen. Ich denke, das fehlt uns manchmal, diese Fröhlichkeit. Mir ist völlig klar, dass nicht jeder den ganzen Tag lang immer nur fröhlich und gut gelaunt sein kann. Man eckt ja doch mal an und das Leben ist kein Zuckerschlecken. Aber ich denke, es ist gut, wenn wir mehr Dankbarkeit und Freude in unserem Leben zulassen. In unserer Gesellschaft wird ziemlich oft gemeckert über alles Mögliche. Schlechtes Wetter, komische Autofahrer, hohe Preise, die Politik...

Sicher, da laufen wirklich Dinge schief. Aber muss man sich immer nur über alles aufregen? Ich denke nicht, sondern bin eher der Meinung, dass wir froh sein können, in diesem freien, demokratischen Land leben zu können, wo wir Zugang zu allem haben.

Ich habe schon einige Jahre Kontakt zum Freundeskreis Christlicher Mission (FCM). Dieser unterstützt arme und hilfebedürftige Menschen zum Beispiel in Brasilien, Uganda, aber auch hier in Deutschland. 2011 durfte ich mit dem Verein für knapp 3 Wochen nach Brasilien reisen und die Hilfsangebote dort kennenlernen. Hungerhilfe, Kinder- und Familienpatenschaften, Kleiderverteilung, Drogentherapie unter anderem. Dabei erlebte ich, wie dankbar die Menschen dort sind. Sie haben nicht viel. Meist lebt die ganze Familie in einer Holzhütte zusammen, die aus 2 oder 3 Zimmern besteht. Doch sie sind nicht unzufrieden mit ihrem ärmlichen Leben, sondern vertrauen darauf, dass Gott sie genau mit dem versorgt, was sie zum Leben brauchen. Kommen Gäste, werden diese trotz der ärmlichen Verhältnisse erst einmal mit Essen und Trinken versorgt. Es wird kein Aufriss gemacht, wo das Essen hergenommen werden soll.
Dankbarkeit kann ich einüben indem ich mir bewusst mache, für was ich eigentlich dankbar sein kann und das ist wirklich ziemlich viel (jeder kann hier ja mal selbst überlegen).                        

Und das Unschöne und Schwere in unserem Leben dürfen wir Jesus hinlegen, im Vertrauen darauf, dass er schon alles am Kreuz getragen hat und uns nicht alleine lassen wird. Auch nicht in stürmischen, herbstlichen Tagen und dunklen Zeiten. So durfte und darf ich es in meinem Leben erleben.

Ich hoffe und wünsche, dass jede und jeder von uns auch in diesem Herbst Zeit hat, innezuhalten, die schöne Natur zu genießen und Gott danke zu sagen für das, was er uns schenkt.

Herzliche Grüße,
Ihr/ Euer Daniel Franke, CKV- Wohngruppe Königswalde